Wie jemand sein Geschäft und sich selbst aus der wirtschaftlichen Krise herausbringt
Udo Simianer, selbständiger Führungskräfte-Coach, mit 26 Jahren Berufserfahrung kann denjenigen, die sich durch die Wirtschaftskrise “gebeutelt” fühlen einen wichtigen Tipp geben. Er selbst hat bereits mit seinem eigenen Unternehmen www.simianer-coaching.de mehrere Krisen selbst durchlebt und überlebt.
Zum Thema Krise sollte auch in gleichem Atemzug Chance genannt werden. Die einen sehen die Krise, andere die Chance. Außerdem sind Krisen für den Erfolg sehr wichtig, so Simianer. Eine Umsatz- bzw. Auftragsflaute oder Fehlentscheidungen in wichtigen Angelegenheiten, bringen den Unternehmer zum Nachdenken. Jeder, der eine Fehlentscheidung getroffen hat, macht sich - zumindest kurze Zeit - Gedanken darüber, wie er vermeiden kann, einen ähnlichen Fehlschlag nochmals zu erleiden. Diese Gedanken macht sich niemand, solange die Auftagslage stimmt. Von daher sind Fehlschläge wichtig, damit das Unternehmen weiter an sich arbeitet und nach Verbesserungen Ausschau hält.
Selbstverständlich ist eine Krise zum Zeitpunkt der Krise selbst unangenehm! Sie bringt Nervosität, Unruhe, Hektik und ein Stück Ratlosigkeit mit sich.
Schauen Sie sich die Historie nennenswerter Krisen an:
Der “scharze Montag” (19. Oktober 1987), die Börsen auf der ganzen Welt erlebten einen bis zu diesem Zeitpunkt nie erlebten Crash. Der Zusammenbruch an diesem Tag war prozentual gesehen, der heftigste in der Geschichte der Börsen an einem Tag! Wissen muss man, dass sich alle Börsen der Welt innerhalb eines Zeitraumes von weniger als eineinhalb Jahren erholten.
Die wenigsten werden die weltweite Krise 1991 - 1992 vergessen haben. Sie folgte unmittelbar auf den Irak-Krieg: Ölpreise explodierten, die Werte im kommerziellen Immobilienhandel erfuhren einen steilen Verfall, ebenso die Kreditkrise (bezeichnend für die infamen Gewinne und Zusammenbrüche der Anleihen der späten 80ziger Jahre). 1994 endete die Krise und die weltweiten Börsen erreichten wiederum innerhalb von weniger als zwei Jahren Spitzenwerte.
Und nicht zuletzt zu erwähnen sind die Jahre 2001 und 2002. Die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA (World Trade Center und Pentagon) legten die Börsen lahm. Die New Yorker Börse und die Amerikanische Börse sowie die NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) blieben von dem Tag an bis zum 17. September 2001 geschlossen. Nachdem die Börsen wieder eröffnet waren, fiel der Dow Jones Index 684 Punkte (7,1 %) auf 8.921 Punkte, einen für einen Tag rekordsetzenden Crash. Bis zum Ende dieser Woche fiel der Dow Jones um insgesamt 1.369 Punkte (14,3 %). Damit gilt dieser Verlust als der größte wöchentliche Punkteverlust in der Geschichte.
ABER: Die Börsen erholten sich schneller als erwartet! Bereits innerhalb von zwei Jahren wurden ebenfalls nie dagewesene Spitzenniveaus erreicht und stiegen weiter in den folgenden 6 - 7 Monaten.
FAZIT:
Krisen ziehen immer eine Erholung nach sich und diese kommt schneller, als die meisten vermuten. Hinzukommt, dass jeder, der die Krise überwinden konnte, stärker und schlauer war als davor.
Leave a Reply
You must be logged in to post a comment.










Letzte Kommentare