DJV: Outsourcing ist eine Gefahr für den Qualitätsjournalismus
Zeitungsverleger gefährden nach Einschätzung des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) durch die Auslagerung journalistischer Arbeit und unzureichendes Engagement in der Ausbildung die langfristige Existenz der Zeitungen. Das von manchen Verlagen betriebene Outsourcing (bekannt wurde der Fall der Münsterschen Zeitung) beschädige ebenfalls wie die Leiharbeit auf lange Sicht den Qualitätsjournalismus, erklärte der DJV am Dienstag in Berlin. Die Verlage müssten in ihrer Unternehmenspolitik umsteuern, Zweiklassengesellschaften verhindern und zur Tariftreue zurückkehren. Der DJV äußerte sich zu einer Umfrage, bei der rund 59 Prozent der teilnehmenden Journalisten Outsourcing in Verlagen und schlechte Ausbildung als größte Gefahren für den Journalismus genannt hatten. (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 14.05.2008)
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