Psychosomatik – privater Beitrag

[OT] Ich persönlich habe seit meiner Kindheit Probleme bei Spritzen beim Arzt, ob Blutabnahme beim Hausarzt oder Betäubungsspritzen beim Zahnarzt. Ich kollabiere dann. Denn beim Spritzengeben wird ja die Haut – die Grenze nach außen – durchstoßen. Ich habe es als Kind und Jugendlicher sehr häufig erfahren, dass meine Grenzen nicht beachtet und überrannt wurden. Nun ist das der gleiche Effekt, denn es ist psychosomatisch und hat sich von der Psyche auf den Körper übertragen.

Grenzen Schaubild

Nachtrag zum Manifest des Attentäters von Oslo

Chefredakteur Andreas Petzold, “Stern”, Nr. 31, 28.07.2011, S. 3, Editorial:

“Wir, die Medien, gehen dem Attentäter von Oslo in die Falle. Aber wir können nicht anders. Der Todesschütze hatte die weltweiten Reaktionen auf seine Morde einkalkuliert. In einer offenbar selbst verfassten Terroranleitung schrieb Anders Behring Breivik, dass die Festnahme den “Beginn der Propagana-Phase” markiert. Er wollte über die Leichen von 76 Jugendlichen und Erwachsenen hinweg seine krude Botschaft in die Welt senden, den Kern einer absurden Ideologie, die sich im Internet verdichtet hat. (…)

Mir wird der Mund verboten … Rauswurf aus einer Mailingliste … „Persona non grata“

Reaktionen auf das Bereitstellen des Manifests des Osloer Attentäters im Internet

Nach dem Bekanntwerden, dass der Attentäter aus Oslo ein Pamphlet ins Internet gestellt haben sollte, ging ich am Wochenende im Internet über Google auf die Suche. Als ich das PDF-Buch gefunden hatte, stellte sich mir die Frage, was ich damit mache. Als erstes überflog ich die ersten 20–30 Seiten, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Mir ging es dann genauso wie abends dem Moderator der Tagesthemen. Er berichtete, dass die Redaktion sehr gespalten war, ob man einerseits durch einen Bericht über dieses Manifest dem Attentäter eine Bühne in der Öffentlichkeit bietet. Oder andererseits aber die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, darüber informiert zu werden, welche Geisteshaltung der Täter hat und welche (abwegigen) Argumente er für seine Tat heranzieht.

Attentate in/um Oslo – Tat eines Ultranationalisten

Ich habe andere politische Ansichten, distanziere mich auf’s Schärfste von dieser Tat und will ihm auch keine Bühne bieten! Aber aus journalistischen Gründen stelle ich das 1500 Seiten starke Manifest des Osloer Attentäters zur Verfügung. Das Buch zeigt beim flüchtigen Lesen, dass sich sein Hass gegen zwei Dinge wendet: Gegen den Islam und die schleichende Islamisierung Europas. Und den Marxismus/Kommunismus/Sozialismus und alles damit einhergehende Multikulturelle, das eine solche “Unterwanderung” unterstützt. Dabei unterstützt er selbst alles, was nationalistisch ist und den reinen Staat unterstützt, also eine Art von Revisionismus. Das Buch ist fundiert aufgebaut, auch wenn die Argumentation schwer nachvollziehbar ist und seine Schlussfolgerungen merkwürdig in bestimmte Abgründe abdriften. Aber was er schreibt und zitiert, zeigt, das er gebildet ist.
2083 – A European Declaration of Independence

Buch-Neuerscheinung

Das Buch ist im Mai 2011 erschienen und auf der Sortimentsseite über den “Buy now”-Button zu beziehen!

Max Weber – Drei Arbeiten

Digitales eBook-PDF · 168 Seiten · schwarzweiß · 11 x 18 cm · € 9,90 · ISBN 978-3-941695-32-0

Ich behandle in diesem Buch drei wesentliche Aspekte der Soziologie Max Webers: Den Berufungsgedanken, den Idealtypus und den Vergleich mit Emile Durkheim.

Buch-Neuerscheinung

Das Buch ist im April 2011 erschienen und auf der Sortimentsseite über den “Buy now”-Button zu beziehen!

Deutschland in der Nachkriegszeit 1945–49 – Restauration oder Neubeginn?

Digitales eBook-PDF · 84 Seiten · schwarzweiß · 11 x 18 cm · € 6,90 · ISBN 978-3-941695-33-7

Untersuchungen für die Nachkriegszeit von 1945–49 für die gesellschaftlichen Bereiche Familie, Bürokratie, Wirtschaft, Parteien und Militär auf Restaurierung oder Neubeginn.

Ein No-Go: MultiLevelMarketing-Unternehmen (MLM)

Ein persönlicher Erfahrungsbericht, aus gegebenem Anlass, weil ich gerade mit dieser Thematik konfrontiert wurde und ein Kollege mich darauf hin ansprach:

Ich weiß den Namen der MLM-Firma leider nicht mehr, es ist sicherlich 7–8 Jahre her – aber das Prinzip ist eigentlich immer das Gleiche. Geködert wurde ich durch einen persönlichen Besuch in meinem Büro und bei Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung mit einem Gutschein für einen kostenlosen Städte-Wochenendtrip, den ich meiner damaligen Lebensgefährtin schenken wollte. Verkaufsgespräch in einem Hamburger Hotel in den Seminarräumen, Krawatte war vorgeschrieben und ein Buffet war aufgebaut. Das Ganze war ein Paradebeispiel für Gruppenpsychologie.

Mobbing in der Schule

In eigener Sache.



Die Internationale Gesamtschule in Heidelberg ist eine von der UNESCO geförderte Friedensschule. Sie unterrichtet Schüler aus über 60 Nationen. Adrian M., 10 Jahre alt, wurde im Sommer 2010 in dieser Schule in die 5. Klasse eingeschult. Er ist ein intelligentes Kind, kann sich aber manchmal im Unterricht schlecht konzentrieren. Wie jedes Kind prügelt er sich auch ab und zu mit seinen Klassenkameraden. Aber er geht gern in die Schule und lernt fleissig.

Im November 2010 rügten ihn jedoch erstmals einige Lehrern wegen aggressiven Verhaltens und teilten dies seinen Eltern mit. Er wurde vom Unterricht nach Hause geschickt. Immer Dezember wurde er schließlich generell vom Unterricht suspendiert, weil er eine Mitschülerin gewürgt haben soll. Mehrere Lehrer bescheinigten ihm eine Verhaltensauffälligkeit mit aggressivem Verhalten. Die Lehrern machten sogar den Vorschlag, ihn gleich in die Kinder- und Jugend-Psychiatrie in Heidelberg einzuweisen.

Seine alleinerziehenden Mutter, Sabine M., tat sich schwer, gegen die Suspendierung Stellung zu beziehen und sich zu wehren. Sie ist selbst als Musiklehrerin in freien Musikschulen im pädagogischen Betrieb tätig und kann daher das Verhalten ihres Sohns einschätzen und auch die Reaktion der Lehrer und der Schulleitung. Sie hätte von Anfang an erkennen müssen, dass es einen Grund für das Verhalten ihres Sohnes gab, dass hier auch die Mitschüler von Adrian M. eine Mitschuld trugen und auch, dass hier von den Lehrern und der Schulleitung nicht korrekt und mit einer ganz bestimmten – aber nicht geäußerten – Absicht reagiert wurde.

Aber wie stellt man sich als alleinerziehende Mutter gegen eine Armada von Lehrern, Schulleitung, einer Psychiaterin, einem Gutachter, Sozialarbeitern und gar gegen manche Familienmitglieder in der Verwandschaft, die mit dem alten Argument kommen, dass sie ja nur alleinerziehende Mutter sei und es kein Wunder sei, wenn Adrian, der ohne Vater aufwächst, zu einem solchen Verhalten tendiert? Das schafft man allein nicht, wenn man nicht einen Partner zur Seite hat und Menschen, die einem positiv zusprechen. Dies führt nur zu Schuldgefühlen, die aber gar nicht berechtigt sind, weil Sabine M. sich ihrer Fähigkeiten, ihres Wissens und ihrer Leistung als alleinerziehende Mutter durchaus bewusst ist.

Adrian soll nun eine ambulante Verhaltenstherapie bei einer Kinder- und Jugend-Psychiaterin machen und wegen eines angeblichen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) besteht der Vorschlag, dass er ein Psychopharmakon nehmen solle. Er ist weiterhin vom Unterricht supendiert.

Es kristallisierte sich jedoch im Laufe der Wochen heraus, dass Adrian – wie vermutet – nicht der allein Maßgebende oder Schuldige an diesem Vorfall war. Er wurde von Mitschülern und einigen Lehrern an der Schule gemobbt. Die Mitschülerin, die er gewürgt haben soll, hat in der Klasse einen Freund. Adrian wollte diesen Jungen auch zu seinem Freund haben. Die Schülerin verweigerte dies und sagte Adrian, dass er nicht mehr in diese Klasse dürfe. Kein Wunder, wenn ein 10-jähriges Kind in einer solchen an eine Nötigung erinnernde Situation nur zu einem aggressivem Verhalten greifen kann, weil er keine andere Möglichkeit sieht, sich zu verteidigen. Dieser Vorfall schien auch einigen Lehrern der Schule, die Adrian nicht besonders mochten, als willkommener Grund zu dienen, um bei der Schulleitung die Suspendierung von Adrian zu erreichen. Obwohl ihnen die Sachlage sicherlich bekannt war.

Auch eine Intervention des Vaters, der in Hamburg lebt, dass das aggressive Verhalten Adrians seinen Grund haben müsse und die Lehrer und die Schulleitung – in einer UNESCO-Friedensschule mit Kindern aus über 60 Nationen – gemeinsam mit Adrian, seinen Mitschülern und den Erziehungsberechtigten eine Lösung für dieses Problem finden sollten, war erfolglos. Laut Auskunft des zuständigen Lehrers, Joachim Goetz, per Mail weden die Klasse bzw. die Mitschüler nicht mit einbezogen: „Sowas machen wir grundsätzlich nicht, wir entscheiden immer ohne die Kinder oder die Klasse.“

Adrain sagt mittlerweile nun selbst, dass er in diese Schule und Klasse nicht mehr zurück will. Wer will ihm das verdenken, wenn er einem Mobbing und fast einer Nötigung so ausgesetzt war. Vermutlich wird er an einer anderen Schule sein Glück versuchen, an der hoffentlich verständnisvollere Lehrer pägagogisch tätig sind und auf Kinder eingehen. Und mit einer Schulleitung, die wirklich daran interessiert ist, bei Problemen von Kindern mit wirklich allen Beteiligten zusammen eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Die Internationale Gesamtschule Heidelberg verdient es aufgrund eines solchen Verhaltens nicht, sich den Hinweis „UNESCO-Friedensschule“ auf ihre Fahnen zu schreiben. Und auch nicht, dass sie Kinder aus über 60 Nationen unterrichtet. Ein solches Mobbing und das aggressive Verhalten von Adrian dürfte da das kleinste Problem an einer internationalen Schule sein. Sicherlich sind dort auch schwerwiegendere Themen wie Migrationshintergrund, schlechte Deutschkenntnisse, Dorgenmissbrauch oder -handel, Schwerstkriminalität bis hin zur Amoklauf-Vorsorge wichtigere Themen als ein 10- Jähriger, der sich mit den Händen zur Wehr setzt, weil ihm keine andere Möglichkeiten bleiben. Wenn bei einem solchen Verfahren die Lehrer und die Schulleitung keine bessere Lösung finden, dann sind sie schlechte Pädagogen und verdienen es nicht, eine solche Schule zu leiten und dort Unterricht zu geben.



Zur Information: Adrian M. ist mein Sohn, ist 10 Jahre alt und lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter in Heidelberg, die einen klasse “Job” macht! An Informationsaustausch mit Eltern, die ähnliches erlebten, bin ich interessiert.

Alterserscheinungen

Auch die Berufsteilnehmer der angestellten Berufe erreicht diese Misere, daher nenne ich sie beim Namen, weil es sie alle erreicht: Die Alterserscheinungen.

Warum sind diese denn in den Medien so wenig publik, damit man sich darauf vorbereiten kann? Wer hält sie uns vor? Wer macht sie nicht öffentlich?

Wissenschaftlich gefestigter Punkt 1: Mit 40 Jahren nimmt die Sehkraft ab und die erste Lesebrille steht an. Sie bekommen Probleme, die Zusatzstoffe auf Lebensmittelprodukten zu lesen, die auf der Verpackung ganz hinten im Kleinen genannt werden: Was ist da nochmal drin …? Stimmt nicht? Ich will es nicht glauben!  Doch! Es stimmt leider! Ein Bekannter – von Beruf Augenoptiker – bestätigt mir dies.

Margen im Buchgeschäft – Das besondere Spiel der Educationel-Händler

Wer als selbständiger Autor schon ein Buch geschrieben hat und einen Verlag finden konnte, der es vermarktet, kennt es aus dem Kleingedruckten des Verlagsvertrags, den er mit dem Verlag abschließt: Seine Marge, also sein Gewinn, beträgt gerade mal 10–15 % des Nettoverkaufspreises seines Buches. Seit langem ist vielen Autoren klar, dass man mit Bücherschreiben nicht reich werden kann. Es sei denn, man landet einen Kracher und Bestseller, wie es damals Patrick Süßkind mit seinem Buch „Das Parfum“ geschafft hat.  Und das, obwohl er sein Manuskript vor der Veröffentlichung 6–7 Verlagen angeboten hat, die jedoch alle ablehnten. Der achte Verlag stimmte zu und verdiente sich damit „eine goldene Nase“. Auf die Honorare für den Verkauf der Filmrechte will ich hier gar nicht eingehen.